Leistungen

Folgend finden Sie eine kleinen Ausschnitt aus unseren Leistungen zum Wohle Ihrer Kleinen und Großen.

Apparative Diagnostik

Bei dieser Untersuchung werden Schallwellen erzeugt, die von Strukturen im Körper in unterschiedlicher Weise zurückgeworfen werden und dadurch ein Bild in verschiedenen Grautönen erzeugen. Es werden keine Röntgenstrahlen benötigt, deshalb erzeugt dieses Verfahren keine Spätfolgen . Eine Ultraschalluntersuchung ist schnell und einfach durchführbar, so daß beispielweise die Hüftsonographie als Screeninguntersuchung bei der Vorsorgeuntersuchung U3 gemacht wird. Es können natürlich viele weitere Organen mittels Ultraschall dargestellt werden. In unserer Praxis untersuchen wir das Gehirn bei Säuglingen durch die offene Fontanelle, die Halsweichteile, die Schilddrüse, verschiedene Gelenke und Organe in Brust-und Bauchraum.

Das EKG stellt die elektrische Herzaktion dar. Es wird zum Beispiel im Rahmen einer präoperativen Untersuchung durchgeführt, aber auch zur Kontrolle bei Kindern mit bekannten Herzerkrankungen oder bei Verdacht auf Vorliegen einer Herz-Kreislauferkrankung, Herzrhythmusstörung oder zum Ausschluß einer Herzmuskelentzündung. Eine weiterführende Diagnostik findet dann gegebenenfalls beim Kinderkardiologen statt.

Mit Hilfe der Pulsoxymetrie wird die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Diese Untersuchung wird zum Beispiel zur Früherkennung eines Herzfehlers bei Neugeborenen oder zur Abschätzung des Schweregrades einer Bronchitis oder Lungenentzündung angewendet.

Diese Untersuchung vor ambulanten OPs umfaßt eine körperliche Untersuchung und eine Labordiagnostik, falls diese nötig oder vom Operateur gewünscht ist.

In unserer Praxis werden unterschiedliche Testsysteme angewendet:

  • Brückner-Test: dabei wird die Pupille mittels einer Lichtquelle durchleuchtet um einen angeborenen grauen Star oder einen angeborenen Tumor der Netzhaut auszuschließen, sowie ein latentes Schielen zu erkennen.
  • Plusoptix: dieser computergestützte Sehtest ist ab einem Alter von 6 Monaten möglich und wird bei V.a. Vorliegen einer Augenerkrankung oder bei familiärer Vorbelastung schon in diesem Alter durchgeführt. Er wird als Screnninguntersuchung von verschieden Kassen gezahlt. Mit Hilfe dieses Tests kann Schielen, stärkere Hornhautverkrümmungen, Kurz-und Weitsichtigkeit festgestellt werden.
  • Lang-Sehtafeln: im Rahmen der U7a mit 3 Jahren wird damit das Stereosehen getestet.
  • E-Haken-Tafel: dieser Sehtest mit Hilfe von Sehtafeln wird ab einem Alter von 4 Jahren durchgeführt um eine Sehschwäche festzustellen und ist Bestandteil der U8 und U9.
  • LEA-Sehtest: mithilfe von Testsymbolen wird die Sehschärfe ermittelt.

  • OAE: Untersuchung der Hörfähigkeit direkt nach der Geburt. Diese Untersuchung ist Teil der gesetzlich geregelten Vorsorgeleistungen.
  • Pilotenhörtest: dieser Test arbeitet mit Bildern und testet die Hörfähigkeit und das Sprachverständnis von Kindern und ist ab einem Alter von 3 Jahren möglich
  • Tonschwellenaudiometrie: prüft das Hörvermögen von ganz tiefen bis ganz hohen Tönen bei älteren Kindern, der Test ist erst ab einem Alter von 4-5 Jahren möglich, weil die Mitarbeit des Kindes erforderlich ist.
  • Tympanometrie: hier wird die Schwingungsfähigkeit des Trommelfells bei V.a. Schallleitungsschwerhörigkeit untersucht und dient zum Beispiel zum Nachweis eines Paukenergußes

Bei dieser Untersuchung müssen die Kinder kräftig in das Mundstück des Spirometers pusten, das mit dem Computer verbunden ist; der Computer wertet die erhaltenen Daten aus und erstellt Diagramme und Meßwerte, dabei werden verschiedene Parameter der Atemmechanik aufgezeichnet. Die Spirometrie kann ab einem Alter von 5-6 Jahren durchgeführt werden und hilft beispielsweise bei der Unterscheidung verschiedener Lungenerkrankungen oder dient als Verlaufskontrolle bei Patienten mit Asthma bronchiale. Weiterhin ergänzt sie die körperliche Untersuchung und hilft den Schweregrad einer obstruktiven Bronchitis abzuschätzen. Falls sich gravierende Auffälligkeiten in dieser Untersuchung zeigen, erfolgt im Anschluß eine ausführliche Diagnostik beim Kinderlungenfacharzt.

Eine Allergiediagnostik wird durchgeführt, wenn sich anamnestisch zum Beispiel Hinweise auf Heuschnupfen, Tierhaarallergie oder eine Lebensmittelallergie ergeben. Verschiedene Verfahren stehen uns zur Verfügung: Prick-Test: dies ist ein Hauttest, der mit verschiedenen Substanzen durchgeführt wird, um eine allergische Bereitschaft zu erkennen. Dabei werden verschiedene Substanzen auf die Haut aufgebracht und anschließend die Hautoberfläche leicht angeritzt. Der Test ist positiv, wenn sich nach einer Wartezeit Quaddeln bilden. RAST-Test: dabei handelt es sich um einen Bluttest, bei welchem zunächst die Gesamtheit der bei Allergien erhöhten Antikörpern ermittelt wird. Findet sich ein erhöhter Wert für diese Antikörper, kann dieser Wert weiter differenziert werden um gezielt nach möglichen Auslösern der Allergie zu suchen.

Verschiedene Tests sind bereits in der Praxis durchführbar:

  • CRP-Test quantitativ: mittels eines Bluttropfens wird die Höhe eines Entzündungseiweißes im Blut bestimmt, dies kann eine Entscheidungshilfe bei der Unterscheidung virale oder bakterielle Infektion sein
  • Strep- Test: es werden Antigene von Streptococcen A nachgewiesen um eine Besiedelung mit diesen Bakterien zu belegen oder auszuschließen
  • Urin: Streifentest und Mikroskopie zum Beispiel zum Nachweis einer Harnwegsinfektion
  • Mikroskopie: wird verwendet bei der Suche nach Nissen, Läusen oder Wurmeiern oder um Urinbefunde zu erheben
  • Alle weiteren Bluttests werden ins Labor geschickt und viele Werte sind bereits am Abend des gleichen Tages fertig und können telefonisch erfragt werden.

  • In unserer Praxis behandeln wir alle, von den Kleinsten bis zu den Großen. Oftmals lernen wir unsere Patienten als kleine Babys kurz nach der Geburt kennen und begleiten sie während ihrer Kindheit und Jugend, bis sie mit 18 Jahren häufig ungern die Kinderarztpraxis verlassen.
  • Wir führen alle Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen durch.
  • Wir nehmen an Sonderverträgen der gesetzlichen Krankenkassen teil wie zum Beispiel DMP Asthma, BKK Starke Kids, etc.
  • Wir bieten als apparative Diagnostik Hör-und Sehtests, EKG, Lungenfunktion und Ultraschalluntersuchungen an.

  • Vorsorge­untersuchungen

    Vorsorgeuntersuchungen sind regelmäßige Untersuchungen von Geburt bis ins Teenageralter. Sie bestehen jeweils aus einer ausführlichen körperlichen Untersuchung mit Feststellung von Körpergröße, Gewicht und Kopfumfang, Blutdruck etc.. Weiterhin überprüfen wir die kognitive Entwicklung, die Sprachentwicklung, die soziale Entwicklung sowie die Grob-und Feinmotorik – bei größeren Kindern teilweise mit Hilfe von standardisierten Entwicklungstest.

    Je nach Vorsorgeuntersuchung schließt sich eine apparative Diagnostik an, wie beispielsweise Hüftultraschall, Seh- oder Hörtest etc. Bei diesen Terminen bleibt natürlich immer noch Raum für Fragen und Sorgen der Eltern. Ziel der Vorsorgeuntersuchungen ist es körperliche, seelische oder geistige Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen und ggf. weitere Diagnostik und Therapie einzuleiten.

    Die einzelnen Vorsorgen finden zu den unten stehenden Zeiten statt:

    U1 | direkt nach der Geburt
    U2 | 3.-10. Lebenstag
    U3 | 4.-6. Lebenswoche
    U4 | 2.-4. Lebensmonat
    U5 | 4.-6. Lebensmonat
    U6 | 10.-12. Lebensmonat
    U7 | 22.-24. Lebensmonat
    U7a | 32.-36. Lebensmonat
    U8 | 42.-48 Lebensmonat
    U9 | 60.-64. Lebensmonat
    U10 | 7. -8. Lebensjahr
    U11 | 9.-10. Lebensjahr
    J1 | 12.-14. Lebensjahr
    J2 | 15.-16. Lebensjahr

    Umfang und Inhalt der jeweilgen Vorsogeuntersuchung finden Sie hier (BVKJ)


    Impfungen

    In unserer Praxis impfen wir gemäß den Empfehlungen der ständigen Impfkommission. Wir halten diese Empfehlungen prinzipiell für wichtig und richtig, sind aber gerne bereit gemeinsam mit den Eltern individuelle Impfpläne zu erarbeiten, solange diese medizinisch sinnvoll und praktisch durchführbar sind. Bei den ersten Vorsorgen erfolgt eine Impfberatung und falls von den Eltern gewünscht eine Kontrolle ihrer eigenen Impfhefte.

    Die aktuellen Impfempfehlungen finden sie hier.

    Sollte hierzu weiterer Beratungsbedarf bestehen, stehen wir auch für ausführliche Beratungen zur Verfügung.

    Nachfolgend noch einige Erläuterungen zu häufig gestellten Fragen in der Praxis:

    1. Müssen Babys schon geimpft werden?
    Ja, denn Säuglinge haben zwar ein funktionstüchtiges Immunsystem und einen mütterlichen Nestschutz für viele Infektionen, aber nicht für alle. So besteht zum Beispiel kein Schutz gegen bekapselte Bakterien wie Pneumococcen oder auch nicht gegen Bortedella pertussis dem Erreger des Keuchhustens. Auch Stillen bietet dagegen keinen wirksamen Schutz. Auch Frühgeborene müssen zeitgerecht geimpft werden, da sie besonders gefährdet sind und bereits allen Erregern ausgesetzt sind.
    2. Ist ein Kombinationsimfpstoff nicht zu belastend für mein Kind?
    Durch den Kombinationsimpfstoff können wir unseren Patienten sehr viele Einzelinjektionen ersparen, die in der Summe viel mehr Konservierungsmittel enthalten würden. Die Wirkung der einzelnen Komponenten des Impfstoffes ist nicht abgeschwächt und auch die Komplikationsrate ist nicht erhöht. Weiterhin enthalten moderne Impfstoffe nur noch einen Bruchteil der Menge an Fremdeiweiß im Vergleich zu Impfungen vor 20 oder mehr Jahren, somit ist die Belastung des Köpers mit Fremdeiweiß trotz einer höheren Zahl an Einzelkomponenten im Impfstoff insgesamt viel niedriger als früher.
    3. Ist es wichtig den Impfabstand einzuhalten?
    Der normale Impfabstand beträgt 4 Wochen und sollte nicht unterschritten werden. Eine Überschreitung ist unproblematisch und erfordert nicht die Impfserie wieder von vorne zu beginnen. Wenn die Grundimmunisierung abgeschlossen ist, besteht je nach Erkrankung ein Impfschutz von 5-10 Jahren, bei Lebendimpfungen vermutlich sogar lebenslang.
    4. Was passiert, wenn mein Kind zur Impfung krank ist?
    Wenn nur ein leichter Infekt besteht ist eine Impfung prinzipiell möglich und unproblematisch. Bei schweren Erkrankungen mit hohem Fieber, die eine antibiotische Therapie erfordern oder falls eine OP geplant ist, sollte mindestens ein Abstand von 2 Wochen eingehalten werden.
    5. Mit welchen Folgen haben wir nach der Impfung zu rechnen?
    Nach den meisten Impfungen sind keinerlei Nebenwirkungen oder Reaktionen zu erwarten. Bei einem Teil der Kinder kommt es zu einer Rötung, Schwellung oder Überwärmung an der Impfstelle. Weiterhin kann es v.a. nach der 6-fach Impfung zu Fieber, reduziertem Allgemeinzustand, Appetitlosigkeit, Schlafstörung und vermehrtem Schreien kommen. Meistens klingen diese Symptome nach spätestens 48 h wieder komplett ab. Nach der Impfung mit MMR dauert es meist 1-2 Wochen bis sich evtl. Impfreaktionen wie Fieber oder Exanthem präsentieren können. Alle oben genannten Symptome sind Ausdruck eines arbeitenden Immunsystems, das sich mit dem Fremdeiweiß oder den abgeschwächten Erregern auseinandersetzt und wird als normale Impfreaktion angesehen. Davon abzugrenzen sind Impfkomplikationen- oder schäden, die äußerst selten auftreten. So selten, dass wir in unserer Praxis bisher noch keinen Fall persönlich erlebt haben. Immer muß zumindest ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Auftreten der jeweiligen Symptome und erfolgter Impfung nachweisbar sein. Mögliche Impfkomplikationen sind zum Beispiel Kreislaufschwäche, Krampfanfälle, Schwellung der ganzen Extremität, Abszeßbildung oder allergische Reaktion. In extrem seltenen Fällen kann es zu Nerven-, Blut-, Gefäß-, oder Nierenerkrankungen kommen. Insgesamt betrachtet ist das Risiko eine relevante schwere Impfkomplikation zu erleiden um ein Vielfaches geringer als das Risiko an der jeweiligen Krankheit zu erkranken und dann evtl. Folgeschäden zu erfahren oder sogar daran zu versterben. Somit läßt sich zusammenfassen, daß Impfungen nicht frei von Nebenwirkungen sind, das diese jedoch selten auftreten und meist spontan ohne Folgeschäden abklingen oder gut behandelbar sind – ganz im Gegensatz zu vielen Krankheiten.